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Medizinische Kompressionsstrümpfe

Kompressionsstrümpfe

Was sind Kompressionsstrümpfe und wozu sind sie da ?

Kompressionsstrümpfe sind Hilfsmittel, welche aufgrund der besonderen Verarbeitung des verwendeten Materials, von außen Druck auf das Gewebe der Beine ausübt. So werden geschädigte bzw. besonders geforderte Venen- oder Lymphsysteme unterstützt und der Blutfluss gefördert. Kompressionsstrümpfe müssen deshalb immer exakt Maß genommen werden, da diese auf keinen Fall zu locker sitzen dürfen, womit die medizinische Wirkung der Kompressionsstrümpfe nicht gegeben wäre, dürfen aber auch nicht einschneiden, was zusätzlich schaden würde. Wichtig ist, dass Sie sich regelmäßig mit ihren Strümpfen bewegen. Nur so können sie ihr volles Potential entwickeln.

Kompressionsstrümpfe gibt es heutzutage in verschiedensten Farben, Materialien und Designs. Gerne beraten wir sie bei uns im Sanitätshaus auf ihre Anforderungen individuell zugeschnitten. Wir zeigen Ihnen Tipps & Tricks, um das Anziehen zu erleichtern und wenn es dann doch einmal gar nicht mit dem Anziehen funktionieren sollte, haben wir auch noch diverse Anziehhilfen zum Ausprobieren und Mitnehmen vor Ort. Bitte beachten Sie, dass Kompressionsstrümpfe bei häufigen Tragen mit der Zeit die notwendige Elastizität verlieren und daher sollten sie alle 6 Monate ausgetauscht werden.

Was bewirken Kompressionsstrümpfe?

Mittels des speziell gestrickten Gewebes wird der Druck auf die Beine aufgebaut und wirkt der Beinmuskulatur entgegen. So werden die Venen auf ihren normalen Durchmesser gepresst. Die Venenklappen schließen besser. Durch den exakt definierten Druckverlauf abnehmend vom Fuß zum Oberschenkel, wird der Blutfluss Richtung Herz gefördert. Schwellungen oder schwerwiegendere Krankheitssymptome werden therapiert.

Welche Arten von Kompressionsstrümpfen gibt es?

Kompressionsstrümpfe gibt es in verschiedenen Längen und Kompressionsklassen. Es gibt:

  • Wadenstrümpfe
  • Schenkelstrümpfe
  • Strumpfhosen

Die Kompressionsklassen sind:

  • Klasse 1: geringe/beginnende Varizenbildung, Krampfaderbildung (auch bei Schwangeren), Schweregefühl in den Beinen
  • Klasse 2: ausgeprägte Varizen (Krampfadern), mäßige Schwellungen, nach Operation wie z.B. Verödungsbehandlungen, Rezidivprophylaxe
  • Klasse 3: akute Thrombose und Behandlung von Geschwüren (venösen Ulzera), bei chronischer Veneninsuffizienz und Hautveränderungen
  • Klasse 4: schwere Krankheitsbilder, z. B. Lymphödeme ab Stadium III oder Elephantiasis

Weiterhin wird zwischen flachgestrickten und rundgestrickten Kompressionsstrümpfen unterschieden. Flachgestrickte Versorgungen werden bei Erkrankungen wie Lymph- oder Lipödem eingesetzt. Zudem gibt es Kompressionshilfsmittel auch noch für andere Körperteile wie Arme oder den Rumpf.

Bei welchen Indikationen sind Kompressionsstrümpfe nötig?

  • Lymph-/Lipödem
  • Venenerkrankungen z.B. Thrombose (Blutgerinnsel)
  • Krampfadern
  • Schwangerschaft
  • Vorbeugung von Venenleiden oder Thrombosen, z.B. bei langen Reisen im Auto, Zug oder Flugzeug

Selbsthilfegruppe Schlaganfall
www.schlaganfall-weiden.de